ekom21 unterstützt Umstellung

Hanau ist kreisfrei

Hanau wurde damit zu einer eigenständigen Verwaltungseinheit, vergleichbar mit einem Landkreis. Die Brüder-Grimm-Stadt ist nach Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach am Main, Kassel und Wiesbaden die sechste kreisfreie Stadt in Hessen.

Voraussetzungen

Bereits 2018 beschloss die Hanauer Stadtverordnetenversammlung, die Kreisfreiheit anzustreben. Dies lag nahe, denn die ehemalige Residenzstadt war schon von 1886 bis zur hessischen Gebietsreform 1974 kreisfrei.

Die Kreisfreiheit ist in § 4a der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) geregelt. Demnach muss eine Kommune mehr als 100.000 Einwohner haben und – einfach ausgedrückt – alle Aufgaben übernehmen, die sonst einem Landkreis obliegen.

Hanau hatte als „kreisangehörige Sonderstatus-Stadt“ bislang schon Aufgaben eines Kreises wie z. B.

  • Schulträgerschaft
  • Jugendhilfe
  • Ausländerbehörde
  • Bauaufsicht

übernommen und wird nun auch alle anderen Landkreis-Aufgaben erfüllen. Dazu Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer Pressemitteilung: „Ab dem 1. Januar 2026 übernehmen wir nun die Aufgaben in eigener Verantwortung. Für unsere Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: kürzere Wege, klare Zuständigkeiten und noch mehr Entscheidungen direkt vor Ort. … Das ist ein Gewinn an Selbstbestimmung, Verwaltungskraft und Bürgernähe, auf den wir in Hanau lange hingearbeitet haben“.

ekom21 mit dabei

Die Kreisfreiheit bedeutet für Kommunen auch Verantwortung für eigene IT-Infrastruktur und digitale Souveränität. Insofern muss ein besonderes Augenmerk auf den Aufbau bzw. Ausbau eigener IT-Bereiche oder Fachstellen für digitale Verwaltung gelegt werden.

Seit Oktober 2023 unterstützte die ekom21 die Stadt Hanau bei ihren Planungen. Ein eigens aufgelegtes Projekt startete am 27. Februar 2024. Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ekom21 waren an diesem Projekt beteiligt – und sind es für eine Übergangszeit noch immer.

Als guter und langjähriger Kunde der ekom21 nutzt die Stadt zahlreiche Verfahren und Dienstleistungen des IT-Dienstleisters. Darunter Lösungen im Sozialamt, für die Kfz-Zulassung, im Finanzwesen, beim Führerscheinwesen, im Gewerbeamt, für die Gebührenkasse, bei der Wohnraumüberwachung und -förderung, im Einwohnerwesen, bei der Terminverwaltung usw.

Das Neustädter Rathaus mit dem Brüder-Grimm-Denkmal (© Jörg Braukmann, Wikimedia)
Das Neustädter Rathaus mit dem Brüder-Grimm-Denkmal 
Teamwork

Das ekom21-Projektteam hat sämtliche Lösungen im Sinne der Kreisfreiheit überprüft und die technologischen Voraussetzungen für einen optimalen IT-Betrieb geschaffen.

„Wir gratulieren der Stadt Hanau herzlich zur erlangten Kreisfreiheit. Zugleich freuen wir uns darauf, mit unseren Lösungen und Dienstleistungen die Digitalisierung Hanaus weiter voranzubringen und zur Zufriedenheit von Bürgerinnen, Bürgern und Verwaltung gleichermaßen beizutragen“, so Matthias Drexelius, Direktor der ekom21 und Sprecher der Geschäftsführung.

„Die Umsetzung der Hanauer Kreisfreiheit war eine Gemeinschaftsaufgabe. Gerade im Bereich der IT waren wir froh, mit der ekom21 einen verlässlichen Partner an unserer Seite zu haben, der uns unter anderem bei der Umstellung und Einführung verschiedenster Fachverfahren unterstützt hat. Diese gute Zusammenarbeit werden wir auch als kreisfreie Stadt bei kommenden Projekten fortführen“, erklärt Hanaus Stadträtin Isabelle Hemsley.