OZG

Kommunen vor großer Herausforderung

Den Auftakt machte Mittelhessen mit einer Tagung in der Kongresshalle Gießen am 20. März 2019, gefolgt von Nordhessen am 26. März 2019 im KulturBahnhof in Kassel und schließlich Südhessen am 28. März 2019 im darmstadtium in Darmstadt. Insgesamt kamen über 550 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunalverwaltungen zu den Veranstaltungen, um sich über das OZG zu informieren und das Dienstleistungsangebot der ekom21 zu begutachten.

ekom21-Geschäftsführer Ulrich Künkel schilderte den Teilnehmern, was auf die Kommunen zukommt und welche Vorbereitungen sie treffen können. Kommunen sollten dabei den Handlungszwang, den das Onlinezugangsgesetz für sie erzeugt, nutzen, um die durchgehende Digitalisierung ihrer Verwaltung anzugehen. "Es geht dabei nicht um Digitalisierung um der Digitalisierung willen - es geht um Effizienzgewinne der Verwaltungen und Attraktivitätssteigerungen der Kommunen", so Ulrich Künkel. Weiter machte er deutlich, dass die Digitalisierung der Verwaltung auf drei Säulen ruht: Online-Services, elektronischer Vorgangsbearbeitung und eAkte. "Wenn auch nur eine Säule fehlt, wird die Digitalisierung nicht gelingen."

Dem Publikum konnte auch schon einen ersten Erfolg der Verwaltungsdigitalisierung präsentiert werden: Das Standesamtsportal. Das Land Hessen und die ekom21 sind damit bundesweit die Ersten, die für ein ganzes Handlungsfeld den Kommunen eine einheitliche Plattform anbieten und damit die Anforderungen aus dem Onlinezugangsgesetz erfüllen. Als Basis für dieses Portal und die Abwicklung der Prozesse in der Verwaltung kommt die Digitalisierungsplattform „civento“ der ekom21 zum Einsatz. Dabei wird auch das Bürger- und Servicekonto des Landes Hessen genutzt, das im Rechenzentrum der ekom21 betrieben wird.

In Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Land sollen auf dieser Basis auch die anderen kommunalen Dienstleistungen digitalisiert werden. Insgesamt sind dies für jede Stadt- oder Gemeindeverwaltung mehr als 538 Prozesse, die in elektronischer Form über das Internet bereitgestellt werden müssen. „Rund 80 Prozesse haben wir bereits digitalisiert“, berichtet Bertram Huke, Geschäftsführer der ekom21. Dies ist eine sehr gute Ausgangslage, verdeutlicht aber auch die Anstrengungen, die in den nächsten Jahren noch gemeinsam unternommen werden müssen. Das Fazit der Veranstaltung: Die ekom21 bietet ihren Kunden eine durchgehende Digitalisierungsstrategie und die Werkzeuge, nicht nur das OZG, sondern auch die Verwaltungsdigitalisierung zu einem Erfolg werden zu lassen. In "Digitalisierungsfabriken" sollen nun die noch nicht digitalisierten Prozesse gemeinsam realisiert und allen hessischen Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Auch das Land Hessen - vertreten durch das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport (HMdIS) sowie das Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVL) stellten den Teilnehmern der Veranstaltung ihre Perspektive auf die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes dar und luden die Kommunen zur Zusammenarbeit ein. Denn nur in einer Zusammenarbeit aller politischen Ebenen - Kommunen, Land und Bund - wird das Onlinezugangsgesetz erfolgreich realisiert werden können – für mehr Bürgerfreundlichkeit und mehr Effizienz in der Verwaltung.

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