KDLZ-CS

1,7 Millionen Euro für kostenlose Cybersicherheitsberatungen

Im Bild: v.l.n.r. LPP Udo Münch, Staatsminister Peter Beuth, Ulrich Künkel (Geschäftsführer ekom21)

„Wir wollen mit unserer Initiative die IT-Infrastruktur bei hessischen Kommunen sicherer machen. Verwaltungsdaten sind fast immer Bürgerdaten und müssen vor Cyberattacken besonders geschützt werden. Wir unterstützen Städte und Gemeinden deshalb mit unseren Experten des ‚Kommunalen Dienstleistungszentrum Cybersicherheit Hessen‘ (KDLZ CS) und bieten ihnen praktische und kompetente Hilfe an“, sagte der Innenminister in der Landeshauptstadt.
 
Seit Januar 2016 bietet das Land in Kooperation mit der ekom21 Städten und Gemeinden mit bis zu 35.000 Einwohnern Unterstützung an: Von der Analyse der Systeme über Schulungen bis hin zu Softwarelösungen. Dafür wurden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auf dem Kommunalkongress Cybersicherheit im Frühjahr vergangenen Jahres hatte Peter Beuth angekündigt, das Programm auch auf die größeren Kommunen auszuweiten, sodass alle Städte und Gemeinden von der Beratung profitieren können. Weitere 2,7 Millionen Euro wurden zur Verfügung gestellt, sodass sich das Gesamtfördervolumen auf mehr als fünf Millionen Euro summiert.
 
Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: 236 Kommunen haben ihr Interesse bekundet, sodass mittlerweile über 481 Termine vor Ort die Verwaltungs-IT auf Risiken, Defizite und Verbesserungspotentiale untersucht werden konnte. 179 Städte und Gemeinde haben bereits einen individuellen Beurteilungsbericht und Empfehlungen erhalten, wie sie ihre Datenverarbeitung sicherer gestalten können.
 
Das Kommunale Dienstleistungszentrum ist ein Baustein in der umfassenden Agenda „Cybersicherheit@Hessen“. „Wir verfolgen beim Thema Schutz in der virtuellen Welt einen ganzheitlichen Ansatz und wollen Datendieben, Erpressern und Saboteuren das Handwerk legen“, so der Minister. Im Kampf gegen Internetkriminalität und Cyberangriffe baut Hessen derzeit ein eigenes „Cybercrime Competence Center“ auf. Unter „Hessen 3C“ sollen künftig Fachleute aus Polizei, Landeskriminalamt, Verfassungsschutz und dem IT-Bereich des Landes Maßnahmen zur Cybersicherheit identifizieren, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für den Kampf gegen Datendiebstahl, Cyberspionage und virtuelle Straftaten zu erarbeiten und die eigene Informationstechnik besser vor Angriffen zu schützen. „Auch Virtuelle Straftaten müssen reale Konsequenzen haben, deshalb stärken wir in diesem Jahr die hessische Polizei mit 120 zusätzlichen Stellen im Bereich Cybercrime/Organisierte Kriminalität“, so Peter Beuth.
 
Ein Baustein des neuen Hessen3C und ein wichtiges Warn- und Alarmierungsinstrument ist zudem das „Computer Emergency Response Team“ (CERT) des Landes Hessen. Es unterstützt die Landesverwaltung, Kommunen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur bei der Lösung von IT-Sicherheitsvorfällen, warnt vor besonderen Gefahren und erstellt ein tägliches Lagebild zur Cybersicherheit in Hessen. Mit dem Format „Runder Tisch Cybersicherheit“ bringt das Land Wissenschaft und Verwaltung zusammen und fördert zurzeit sechs Projekte mit rund 1,2 Millionen Euro.

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