​Standesämter jetzt auch bundesweit „online“

 

Nach der Verabschiedung des Personenstandsrechtsreformgesetzes (PStRG) im Februar 2007 und dem Inkrafttreten des materiellen Rechts am 01.01.2009 hat sich das Arbeiten im Standesamt grundlegend geändert. Stand bis zum 31.12.2008 das Arbeiten mit Papier im Vordergrund – seit über 100 Jahren hatten sich die gesetzlichen Grundlagen für die Abwicklung der Prozesse nicht verändert – fand der erste Paradigmenwechsel mit der Einführung der elektronischen Personenstandsregister ab dem 01.01.2009 statt. Zwischenzeitlich – trotz einer übermäßig langen gesetzlichen Übergangsfrist bis zum 31.12.2013 – arbeitet, zumindest in Hessen, der weit überwiegende Teil der Standesämter sehr erfolgreich mit den elektronischen Personenstandsregistern (ePR21). Diese decken weit über 90% der hessischen Bevölkerung ab. Abgerundet wird das Angebot der ekom21 im Hinblick auf die konsequente Umsetzung zur Verbesserung der Prozesse im Standesamt durch den Einsatz der elektronischen Sammelakte.

Ab dem 01.11.2011 hat die ekom21 jetzt die letzte „Hürde“ und Aufgabe, die den Standesämtern im Rahmen des PStRG aufgegeben wurde, genommen. Ab diesem Zeitpunkt ist die elektronische Datenübermittlung des Mitteilungsverkehrs zwischen Standesämtern bundesweit produktiv. Alle Standesämter, die den Dienst bei der ekom21 beauftragt haben, können nunmehr die Nachrichten entsprechend der jeweils aktuellen Spezifikation von XPersonenstand sowohl empfangen als auch versenden. Die ekom21 festigt damit ihre Vorreiterrolle im Bereich des Personenstandswesen; sowohl bei der Einführung der elektronischen Personenstandsregister, der elektronischen Sammelakte als auch jetzt bei der Einführung der elektronischen Datenübermittlung. Die ekom21 ist das bundesweit erste Rechenzentrum das diese Dienste und Applikationen als Gesamtheit anbietet.

Die ekom21 leistet damit einen wichtigen Beitrag hin zur weiteren automatisierten Abwicklung der Prozesse im Standesamtswesen. So wird es durch das automatisierte Abwickeln der Prozesse im Standesamt – neben den gewonnen Synergien in den Standesämtern selbst – jetzt möglich, im Rahmen von interkommunaler Zusammenarbeit, in unterschiedlich ausgeprägten Formen gemeindeübergreifend zusammen zu arbeiten. Damit trägt auch das Personenstandswesen den geänderten Anforderung an Effizienz und Effektivität in den Gemeindeverwaltungen Rechnung. Es ist zu hoffen, dass jetzt möglichst zeitnah auch Standesämter in anderen Bundesländern nachziehen und somit frühzeitig vor dem Ende der Übergangsfrist den Auftrag des PStRG erfüllen. Die ekom21 wird, abhängig von der Bereitstellung weiterer Nachrichten durch die Verfahrenshersteller, das Angebot weiter erweitern.