Gewerbeämter kommen in der Zukunft an
migewa realisiert XGewerbeanzeige

 

Jährlich fallen bundesweit über 1,6 Millionen Gewerbemeldungen an, die überwiegend in Papierform oder mit Hilfe von dezentral organisierten Weiterleitungsplattformen, z.B. dem GewerbeWeb des Hessischen Statistischen Landesamtes, an die in der Gewerbeordnung definierten Behörden weitergeleitet werden. Es gab kein bundesweit einheitliches Verfahren, das den Transportweg und das Datenformat verbindlich für alle Gewerbeämter vorschreibt und eine medienbruchfreie und elektronische Übermittlung der Gewerbemeldungen ermöglicht. Aus diesem Grund wurde im Zuge der Initiative „Deutschland-Online“ das Projekt „Gewerberegister (DO:G)“ mit dem Ziel gestartet, ein solches Verfahren zu entwickeln. Das Ergebnis einer eingerichteten Arbeitsgruppe war die Festlegung auf das Format DatML/RAW zur Weiterleitung der Gewerbemeldungen. Da aber der rechtliche Rahmen fehlte, konnte das 2009 entwickelte Verfahren der Arbeitsgruppe „DO:G“ nicht flächendeckend eingeführt werden.


So vielfältig wie das Gewerbe einer Kommune so auch die Aufgaben im Gewerbeamt
Kein Papierversand mehr 
Den rechtlichen Rahmen schuf die Bundesregierung mit dem Erlass der Gewerbeanzeigeverordnung, die den elektronischen Versand aller anfallenden Gewerbemeldungen ab dem 1. Januar 2016 verbindlich für alle Gewerbeämter vorschreibt. Nach Ablauf der Übergangsfrist am 31. Dezember 2016 darf kein Papierversand mehr stattfinden. Die genauen Details zum technischen und organisatorischen Ablauf musste das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in einem bundeseinheitlichen IT-Standard festlegen. Der entsprechende Standard „XGewerbeanzeige“ wurde geschaffen und seitens der ekom21 erfolgreich umgesetzt. Der nun geforderte OSCI-Versand von DatML/RAW-Nachrichten über das Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV) konnte fristgerecht in unser Gewerbefachverfahren „migewa“ integriert werden. Die bereits empfangsbereiten Behörden werden seit dem 1 Januar 2016 erfolgreich über XGewerbeanzeige bedient. In Hessen sind die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammer Wiesbaden, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. und das Bundesamt für Statistik, die als bundeseinheitliche Kopfstelle die Meldungen an die zuständigen Landesämter weiterleiten, in der Lage, XGewerbeanzeige-Nachrichten zu empfangen. Alle weiteren in der Gewerbeanzeigeverordnung genannten Behörden steigen im Laufe des Jahres in das Verfahren ein. Zusätzlich soll geprüft werden, ob auch die Finanzämter in das Verfahren XGewerbeanzeige einsteigen.  
Problemlos eingeführt 
Im Zuge der Einführung von XGewerbeanzeige im Rechenzentrum der ekom21 wurden 200 Kundendatenbanken vorbereitet und unser Gewerbefachverfahren „migewa“ per Update auf den neuesten rechtlichen Stand gebracht. Mittels Newsletter wurden unsere ASP-Kunden über den Stand der Einführung auf dem Laufenden gehalten und das migewa-Team der ekom21 besuchte diverse Schulungsveranstaltungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, um den Kunden vor und vor allem nach der Einführung den bestmöglichen Service zu bieten. Gerade für die ASP-Kunden ergeben sich durch die Einführung von XGewerbeanzeige riesige Vorteile: Alle notwendigen Einstellungen und Parameter, ob technisch oder fachlich, wurden zentral vorgenommen und das rechtlich dringend erforderliche Update auf die migewa-Version 9.4 für alle Anwender zentral installiert. Die Sachbearbeiter vor Ort hatten während der gesamten Umstellungsphase keinen zusätzlichen Aufwand. Nach dem Update muss der entsprechende Empfänger, z.B. die Industrie- und Handelskammer, nach der Erfassung der Gewerbemeldung nur noch für die elektronische Datenübermittlung ausgewählt werden. Über Nacht wird diese Gewerbemeldung dann voll automatisch im Format DatML/RAW ausgegeben und per OSCI über das DVDV versendet. Der Papierversand entfällt und somit verringert sich auch der Arbeitsaufwand im Gewerbeamt, wobei im ASP-Betrieb darüber hinaus kein zusätzlicher Aufwand in der IT-Abteilung der Kunden entsteht. 
Sie nutzen noch keine elektronische Gewerbeamtssoftware oder betreiben Ihre Gewerbeamtssoftware bzw. migewa noch im autonomen Betrieb und wollen die für das Verfahren XGewerbeanzeige notwendige Infrastruktur nicht in Ihrem Haus aufbauen? Gerne übernehmen wir Ihre Daten in den ASP-Betrieb und lassen Ihnen auf Wunsch ein entsprechendes Angebot zukommen. 
Kontaktieren Sie einfach Ihren zuständigen Kommunalberater oder senden Sie eine eMail an