​kindernetfrankfurt setzt neue Maßstäbe
Alle Betreuungsformen in einem Portal vereint

 

Seit dem 11. Dezember 2015 ist das kindernetfrankfurt für die Vermittlung von Betreuungsplätzen für Frankfurter Kinder im Alter von 0 – 12 Jahren online. Das komfortable, zeitgemäße Portal bietet alle Informationen zu verschiedenen Betreuungsformen, pädagogischen Ansätzen sowie Tipps und Hinweise rund um die Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz in Frankfurt am Main. Das Onlineportal zeigt freie Plätze an, dient aber ausschließlich zur Anmeldung.

Gelungene Generalprobe 
Erstmals konnten Eltern und interessierte Besucher das kindernetfrankfurt Ende September 2015 auf der 10. Frankfurter Familienmesse im Frankfurter Palmengarten ausprobieren. Zahlreiche Besucher machten von dem Angebot des Stadtschulamtes Gebrauch und informierten sich an mehreren Präsentationsplätzen über das innovative Portal. Das Interesse war enorm groß und die Stimmen der Besucher durchweg positiv. 
„Viele Eltern waren bei uns, haben Fragen zum kindernetfrankfurt gestellt und sich durch das Portal geklickt. Sie waren begeistert, wie einfach die Bedienung ist. Besonders gelobt haben sie, dass endlich alle Informationen rund um die Vermittlung von Betreuungsplätzen an einer Stelle gebündelt zu finden sind“, berichtet Annette Heubel, Projektleiterin des kindernetfrankfurt vom Stadtschulamt. 
Nach dieser gelungenen „Generalprobe“ gab Bildungsdezernentin Sarah Sorge am 10. Dezember in einer eigens dafür ausgewählten städtischen Kindertagesstätte den Startschuss für das Onlineportal. 
Gigantische Dimensionen
Die Dezernentin zeigte auf, dass im kindernetfrankfurt mehr als 46.500 Betreuungsplätze der unterschiedlichen Träger gebündelt sind: Krippenplätze, Plätze in Kindergärten, Horten, der Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) und bei Tagespflegepersonen. Laut Sarah Sorge sei dies bundesweit einmalig. Bisher habe es keine andere Kommune in Deutschland geschafft, alle Betreuungsformen in einem einzigen Portal zur Vermittlung eines Betreuungsplatzes zu vereinen. 
Die Stadt Frankfurt am Main macht es mit kindernetfrankfurt den Eltern leichter, einen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu finden. Sie müssen nicht mehr zeitaufwendige und lästige Wege zurücklegen, um bei jeder einzelnen Einrichtung einen Anmeldebogen auszufüllen. Dafür reichen künftig ein paar wenige Klicks und die einmalige Eingabe ins Onlineportal. Aber auch für die Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege ist vieles einfacher. Die Vermittlung von Betreuungsplätzen funktioniert schneller und transparenter. Endlich ist Schluss mit den ellenlangen Wartelisten in Betreuungseinrichtungen. 
Komfortabel und einfach
Über Such- und Filterfunktionen ist es möglich, Betreuungseinrichtungen in der Nähe des Wohnorts zu finden und das Kind für einen Wunsch-Platz vorzumerken. Nach der Registrierung können Eltern sich für so viele Einrichtungen vormerken lassen, wie sie wollen. Für die Krippe ist das direkt nach der Geburt möglich, für den Kindergarten im Alter von eineinhalb Jahren und für den Hort 18 Monate vor Schulbeginn. Die bisher gültigen Kriterien für die Aufnahme in Kindertageseinrichtungen bleiben weiterhin bestehen. So haben zum Beispiel Alleinerziehende, Berufstätige, Bezieher von Sozialleistungen oder Eltern in Ausbildung Vorrang. Auch Wohnortnähe und Gruppenzusammensetzungen spielen eine Rolle. 
Nach erfolgter Vormerkung erscheinen die Kinder dann bei den ausgewählten Einrichtungen mit dem höchsten Bedarf direkt an oberster Stelle. Wenn ein Träger der Familie einen Platz anbietet, erhält diese über kindernetfrankfurt eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch, um den persönlichen Kontakt zwischen den Eltern und der Einrichtung herzustellen. Erfolgt keine Reaktion, erlischt das jeweilige Platzangebot bei Kitas nach 10 und bei Tagespflegepersonen nach 15 Tagen. Eine Obergrenze für die Zahl der Vormerkungen gibt es nicht. Man setzt darauf, dass sich die Eltern nur dann vormerken lassen, wenn sie auch ein echtes Interesse haben. 
Enorme Erleichterung
kindernetfrankfurt vereinfacht die Anmeldungen für die Betreuungseinrichtungen enorm. Sobald ein Kind einen Betreuungsplatz erhält, wird es automatisch aus dem System genommen. Dopplungen gibt es nicht mehr und das aufwendige und zeitraubende Abgleichen der Wartelisten/Vormerklisten von Hand entfällt. Zudem werden die Einrichtungen entlastet, da das Verwalten und Bearbeiten aller handschriftlich ausgefüllten Anmeldebögen entfällt. Deshalb wird die Platzvergabe künftig schneller ablaufen. Aber auch die Stadt Frankfurt am Main hat durch das Portal enorme Vorteile, was die zukünftige Planung von Kitas anbelangt: Man sieht sehr genau, in welchen Stadtteilen der Platzbedarf groß ist und entsprechender Handlungsbedarf besteht. 
Nach Aussage von Sarah Sorge ist zudem für die Ausbauplanung von Betreuungsangeboten der Stadt das kindernetfrankfurt eine enorme Erleichterung. „Dadurch, dass nur noch die Kinder, die tatsächlichen einen Platz benötigen, auf den Wartelisten stehen, erhalten wir einen detaillierten Überblick, wie hoch der Ausbaubedarf in den einzelnen Stadtteilen ist. So können wir zielgenauer planen und bauen. Und selbstverständlich haben wir auch an die Eltern gedacht, die sich nicht im Internet bewegen wollen oder können. Diese Eltern werden bei der Online-Anmeldung von den Mitarbeitern der Infobörse Kindertagesbetreuung im Stadtschulamt unterstützt und erhalten ihr Platzangebot per Post“, so Sorge. 
Intensive Projektumsetzung
Die lange Vorbereitungszeit, an der federführend das Stadtschulamt der Stadt Frankfurt (Projektleiterin Annette Heubel und Projektkoordinator Karsten Kever), die Entwicklerfirma BOS mit Alexander Osterberg und Christopher Sieber, sowie die ekom21 mit Projektleiter Stefan Münzel beteiligt waren, ist den hohen Anforderungen der Stadt Frankfurt am Main geschuldet.  
Gemeinsam hat man während der knapp 14monatigen Projektumsetzung in zahlreichen Präsenssitzungen vor Ort, in unterschiedlichen Projektgruppen, mit zahlreichen Vertretern aus den unterschiedlichen Organisationen, einer Gruppe von rund 50 Multiplikatoren und weiteren amtsinternen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Grundlagen für das heutige Onlineportal geschaffen. Eine weitere große Herausforderung war die Organisation und Durchführung der Anwenderschulungen für Einrichtungsleitungen. 
Bis zum 11. Dezember mussten ca. 1.700 Personen aus den unterschiedlichen Organisationen im Umgang mit der Software geschult werden. Dafür standen lediglich die Herbstferien zur Verfügung. In Gruppengrößen von maximal 14 Teilnehmern waren rund 139 Kurse an 10 Werktagen zu bewältigen. 
Alle Herausforderung wurde zeitgerecht gemeistert und sowohl für Eltern als auch für die Träger der Einrichtungen und für die Stadt Frankfurt am Main stellt das kindernetfrankfurt heute ein modernes und zeitgemäßes Verfahren dar, das einen ganz wesentlichen Schritt in Richtung effiziente Verwaltungshandlungen geht. 
Weitere Informationen über diese Lösung und ihre Vorteile erhalten Sie von 
Stefan Münzel