Eine Erfolgsgeschichte

 

Zwei gute Gründe zum Feiern hatte kürzlich die ekom21 an ihrem Unternehmenssitz in Gießen: Das 15-jährige Bestehen der ekom21 GmbH sowie den Abschluss von weitreichenden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Standort.

Turbulenter Wandel
ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke begrüßte die rund 50 Gäste; vornehmlich Mitglieder der Gremien, aber auch ehemaliger Mitarbeiter der ekom21, die den Wandel maßgeblich mitgestaltet haben, sowie amtierende Unternehmensbereichsleiterinnen und -leiter. Mit dabei waren auch die ehemaligen Direktoren Gerhard Veit und Bertram Hilgen.

ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke bei seiner Eröffnungsrede
In seiner Eröffnungsrede wies Huke auf den turbulenten Wandel in der kommunalen IT-Branche hin, der die Gründung der ekom21 zur Folge hatte. Streichung der Landeszuweisung, Konkurrenzkampf im freien Markt, immer kürzer werdende Technologiesprünge, Konsolidierungen in der IT-Branche sowie der Konkurs des ehemaligen KGRZ Wiesbaden waren nur einige der angesprochenen Themen. Eine Erfolgsgeschichte nannte der Geschäftsführer die Entwicklung der ekom21, die bis heute fortdauert. 
Auch der zweite Grund für den Festakt, die abgeschlossenen Baumaßnahmen, waren Teil seiner Rede. So zeigte Huke mit Bildern von früher und heute auf, welche tiefgreifenden Veränderungen sich vollzogen haben und entführte die Gäste damit auf eine Zeitreise der baulichen Entwicklung des Unternehmenssitzes von 2010 bis 2017. 
Erinnerungen
Bertram Hilgen, Oberbürgermeister a.D. und früherer Direktor des KGRZ Kassel, erinnerte an die Anfangszeit der ekom21 und sprach auch in Namen von Gerhard Veit, dem ehemaligen Direktor der Kommunalen Informationsverarbeitung in Hessen (KIV), dem Zusammenschluss der KGRZ Starkenburg (Darmstadt), Frankfurt am Main und Gießen.

Bertram Hilgen
(Oberbürgermeister a.D. und ehemaliger Direktor KGRZ Kassel)
Damals hatten sich die KIV und das KGRZ zum Unternehmensverbund KGRZ/ekom21 GmbH zusammengeschlossen und gemeinsam das Tochterunternehmen ekom21 GmbH gegründet, um den Anforderungen des Marktes zu begegnen. 
Insbesondere hob Hilgen die Zusammenarbeit der früheren Beteiligten aus Verbandsversammlungen, Finanzausschuss und Vorständen hervor. Es sei nicht immer leicht gewesen, resümierte der ehemalige Direktor und Ex-Oberbürgermeister. Aber die Fusion hätte dem hessischen kommunalen IT-Markt die notwendige Sicherheit gegeben, Handlungsfähig zu bleiben. „Die ekom21 war der Rettungsanker der hessischen Kommunen“ stellte Hilgen fest. 
Zukunftsblick
Dem Ausflug in die Vergangenheit folgte ein Blick in die Zukunft. Mit seinem Vortrag „eGovernment 4.0 – Digitalisierungsstrategie für Ihre Verwaltung“ zeigte Dr. Ralf-Rainer Piesold (Leiter der Stabstelle Digitale Infrastruktur und E-Government bei der Stadt Hanau) die Möglichkeiten neuer Technologien in der Verwaltungsarbeit auf. Eines immer vorausgesetzt: „Die Kommunen müssen Digitalisierung wollen“, mahnte der Dozent an der Fachhochschule Frankfurt.

Über eGovernment 4.0 sprach Dr. Ralf-Rainer Piesold
Piesold hob die Wichtigkeit von funktionierendem eGovernment für mehr Bürgerservice hervor und machte dies an zahlreichen Beispielen deutlich. Zu den Entwicklungen der ekom21 in diesem Bereich konstatierte er: „Da zeigt es sich, dass civento der richtige Weg ist“.
Abschließend sagte Piesold: „Ich hoffe, dass die ekom21 die Zukunft mitgestaltet – und das glaube ich auch!“. 
Offenes Visier
Das Schlusswort blieb dem Aufsichtsratsvorsitzenden der ekom21 GmbH, Oswin Veith (MdB), vorbehalten.

Humorvoll und eloquent: Oswin Veith (MdB)
Humorvoll und eloquent „raste“ Veith durch die Jahrzehnte der ekom21-Geschichte und gab manche Anekdote aus früheren Tagen zum Besten. Augenzwinkernd, aber immer mit viel Respekt, zeichnete Veith die schwierigen Gründungsverhandlungen der KGRZ nach.
Dabei sprach der Bundestagsabgeordnete auch die Ängste und Zweifel an, die bei der Zusammenlegung von KIV in Hessen und KGRZ Kassel auftraten. „Irgendwann war uns aber klar: Es gibt nur noch den Weg nach vorne“, beschrieb Veith die damalige Situation. Der Erfolg habe den Machern von damals Recht gegeben, wie der Aufsichtsratsvorsitzende feststellte: „Die ekom21 ist eine der größten IT-Institutionen bundesweit, die wirklich funktioniert“. 
Veith dankte allen Beteiligten von damals – und auch heute: Den Mitgliedern der Gremien, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den „alten und neuen“ Geschäftsführern. 
Stellvertretend waren Bürgermeister a.D. Harald Plünnecke (Vorsitzender Verbandsversammlung), Bürgermeister Gerhard Schultheiß (Vorsitzender Verbandsvorstand), Ex-Landrat Jürgen Hasheider (stv. Vorstandsvorsitzender KGRZ Kassel), Gerhard Veit (ehemaliger Direktor der KIV in Hessen) und Oberbürgermeister a.D. Bertram Hilgen (ehemaliger Direktor KGRZ Kassel) im Publikum. 
Abschließend appellierte Veith, den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg weiterzugehen – so, wie man ihn damals begonnen habe uns so, wie es bis heute üblich sei: „Immer offen, sauber, kollegial – mit offenem Visier“. 
Umfangreiche Baumaßnahmen
Der anschließende Rundgang durch den Unternehmenssitz in Gießen machte den Gästen deutlich, welche umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. 
So zum Beispiel: 
  • Erneuerung der USV-Anlagen und Aufbau einer zweiten neuen USV-Anlage zur Sicherstellung der Redundanz
  • Errichtung eines Tagungszentrums mit multifunktionalen Möglichkeiten
  • Aufbau einer Netzersatzanlage und Erneuerung der Niederspannungshauptverteilung
  • Brandschutztechnische Sanierung des Gebäudes
  • Erneuerung der Kälteanlagen zur Sicherstellung der redundanten Kühlwasserversorgung im Rechenzentrum
  • Aufrüstung der Blitzschutzanlage nach aktueller Blitzschutzklasse
  • Modernisierung der Sanitärräume
  • Erneuerung der Rauch-, Wärmeabzugs- sowie der Einbruchmeldeanlage
  • Sanierung der Besprechungsräume und Videokonferenzsysteme
  • Behindertengerechte Parkplätze und Zugänge
  • Erneuerung des Aufzuges
  • Sanierung des Schulungszentrums
  • Umbau der Trinkwasserleitungen
  • Neugestaltung der Außenanlage.

Mit diesem Rundgang endete die kleine Feierstunde und alle Gäste waren sich beim anschließenden Zusammensein einig: Die Erfolgsgeschichte der ekom21 ist noch lange nicht vorüber. 


Das Durchschneiden des Bandes übernahmen Bürgermeister Gerhard Schultheiß (Vorsitzender Verbandsvorstand), Gerhard Veit (ehemaliger Direktor der KIV in Hessen), MdB Oswin Veith (Aufsichtsratsvorsitzender der ekom21 GmbH), Bertram Hilgen (Oberbürgermeister a.D. und ehemaliger Direktor KGRZ Kassel), Bürgermeister a.D. Harald Plünnecke (Vorsitzender Verbandsversammlung), Ex-Landrat Jürgen Hasheider (stv. Vorstandsvorsitzender KGRZ Kassel) und ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke