Allianz gegen Cyberkriminalität

 

Die ekom21, größter kommunaler Dienstleister Hessens, hat gestern zusammen mit dem hessischen Innenminister Peter Beuth und Vertretern der kommunalen Spitzenverbänden eine gemeinsame Sicherheitsinitiative vorgestellt: Das Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit Hessen. Die vom hessischen Innenministerium initiierte und mit 2,5 Millionen Euro ausgestattete Allianz wird in den kommenden drei Jahren die hessischen Kommunalverwaltungen beraten. Fachlich und personell liegt die Ausführung bei der ekom21. Der vom BSI zertifizierte Dienstleister bietet ein umfassendes Portfolio, um die Informationssicherheit in den hessischen Kommunen zu erhöhen und ein Informationssicherheitsmanagement (ISMS) einzuführen.  

Innenminister Peter Beuth, Direktor Matthias Drexelius (Hessischer Landkreistag), Geschäftsführender Direktor Karl-Christian Schelzke (Hessischer Städte- und Gemeindebund) sowie Direktor Bertram Huke von der ekom21 (v.l.n.r.)
Digitalisierung – Chancen, Risiken und die notwendige Sicherheit
„Digitalisierung und der digitale Wandel schreiten voran. Das ist ein Megatrend, dem sich keiner verschließen kann. Machen Sie sich bewusst, dass die Bestandteile des „Internets der Dinge“ vernetzt sind und digital miteinander kommunizieren. Auch Big Data ist längst Realität und findet breite Anwendung. Aber auch für die Verwaltungen hat der digitale Wandel große Bedeutung. Ohne IT ist Verwaltung heute undenkbar, eGovernment ist ein Standortvorteil“,- sagte der hessische Innenminister Peter Beuth in seiner Keynote.  
Gleichzeitig wies er auf Risiken hin und betonte, dass Bürger, Unternehmen sowie Verwaltungen in hohem Maße von vertrauenswürdiger Informationstechnik abhängig seien. „Angriffe auf IT-Systeme sind zu leicht möglich, werden zu spät erkannt und sogar noch später eingedämmt. Ob auf Landes- oder Kommunalebene: Daten die dem Staat zur Verfügung gestellt werden, müssen immer einen besonderen Schutz genießen. Unser neues Kompetenzzentrum ist bundesweit einzigartig und soll einen nachhaltigen Beitrag für mehr Cybersicherheit in Hessen leisten“, sagte Peter Beuth.

Rund 160 kommunale Vertreter besuchten die Veranstaltung in der Idsteiner Stadthalle
„Wir gehen davon aus, dass sich die Intensität und die Qualität von Hackerangriffen in der nächsten Zeit drastisch erhöhen wird“, sagte ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke. „Ziel des KDLZ CS ist es daher, in den nächsten drei Jahren die Kommunen dabei zu unterstützen, eine Mindestsicherheit ihrer Informationstechnologie herzustellen. Die damit verbundenen Kosten für Schulungen, Bewusstseinsbildung und Audit werden vom Land Hessen getragen“. 
Erfahren, BSI zertifiziert und leistungsfähig
Im KDLZ CS steht den Kommunen mit der ekom21 ein Dienstleister mit mehr als 45 Jahren Erfahrung in der kommunalen Informationsverarbeitung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Mehr als 100 Millionen Transaktionen werden monatlich im Rechenzentrum der ekom21 ausgeführt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Einwohner-, Kfz-, Ordnungswidrigkeiten- oder Steuerdaten. Da diese Informationen für Kriminelle immer interessanter werden, gibt es ein mehrstufiges Sicherheitskonzept: Monatlich wehrt die ekom21 rund 20.000 unberechtigte Zugriffsversuche und Attacken ab. 
Das Sicherheitskonzept der ekom21 ist auch extern anerkannt: 2009 erhielt der kommunale Dienstleister das Zertifikat nach ISO 27001, auch bekannt als BSI-Zertifizierung. Auditor und ausgebende Stelle ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Auch anschließende Re-Zertifizierungen hat die ekom21 immer wieder erfolgreich absolviert. Für das KDLZ CS hat die ekom21 jetzt ein eigenes Team aus rund 20 Experten zusammengestellt, auf das die Kommunen zugreifen können. Im Fokus stehen zunächst Städte und Gemeinden bis ca. 30.000 Einwohner, da diese in der Regel in ihren IT-Abteilungen keine eigenen Sicherheitsexperten vorhalten.  
Systematisches Management der Sicherheit
Was können die Kommunen vom KDLZ CS erwarten? Ziel der Maßnahmen ist es, die Informationssicherheit in Kommunen als Ganzes zu erhöhen und die Kommunen gleichzeitig auf zu erwartende gesetzliche Vorgaben bei der IT-Sicherheit vorzubereiten. Das KDLZ CS stellt Kommunen dazu ein breites Portfolio an Beratungsleistungen, Analyseinstrumenten, Schulungen und Softwarelösungen bereit. 

Cybersicherheit war auch in den Pausen das beherrschende Thema  
Am Anfang steht für die anfragende Kommune die Bestandsaufnahme mit den Verantwortlichen vor Ort aus dem sich im zweiten Schritte ein konkreter Maßnahmenplan ergibt. Diese IT Sicherheitsleitlinie strukturiert und unterstützt bei der Einführung eines systematischen Informationssicherheitsmanagement (ISMS). Kontrollmechanismen und Audits sichern am Ende die erfolgreiche Einführung und machen das ISMS in der jeweiligen Kommune zukunftsfähig. Denn Informationssicherheit ist eine kontinuierliche Aufgabe, heute und in Zukunft. Das KDLZ CS begleitet die hessischen Kommunen auf diesem Weg.  
„Wenn die Funktionsfähigkeit der Verwaltung beeinträchtigt wird oder im Extremfall ganze Bereiche lahm gelegt werden, ist das mehr als ärgerlich. Aber welcher Bürgermeister möchte erklären müssen, dass aus seinem Rathaus Daten gestohlen und missbraucht wurden? Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Verwaltungen muss klar sein, dass die Informationstechnologie angreifbar ist und Missbrauch oder Zerstörung von Dateien katastrophale Folgen haben können – vom Imageschaden ganz zu schweigen. Darum ist besondere Sensibilisierung von Nöten“, so ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke. 
"Kommunalverwaltungen dürfen beim Thema Sicherheit nicht außen vor gelassen werden. Als Land wollen wir den Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe helfen und mit der ekom21 haben wir genau den richtigen Partner für diese Aufgabe gefunden", fasst Innenminister Peter Beuth zusammen.
Die ekom21
„ekom21“ steht für das größte kommunale Dienstleistungsunternehmen in Hessen und für stetig weiterentwickelte Erfahrung seit 1970. Hervorgegangen aus den Kommunalen Gebietsrechenzentren bietet die ekom21 heute ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsportfolio an.

Insgesamt betreut die ekom21 mehr als 30.000 Anwender aus kommunalen Verwaltungen und hat sich auf Komplettlösungen für den öffentlichen Dienst spezialisiert. Sitz der ekom21 ist Gießen; weitere Standorte befinden sich in Darmstadt und Kassel.

Weitere Informationen unter: www.ekom21.de