Hamburger Verkehrstag war wieder ein Erfolg 

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Am 28. und 29. August 2017 fand der dritte Hamburger Verkehrstag statt. Die von der ekom21 und dem LBV gemeinsam ausgerichtete Veranstaltung gilt als idealer Treffpunkt zum bundesweiten Erfahrungsaustausch für Leiter, Führungskräfte und Sachbearbeiter deutscher Straßenverkehrsbehörden. 


Der Hamburger Verkehrstag war wieder bestens besucht

So fanden sich auch dieses Jahr wieder zahlreiche Teilnehmer in Hamburg ein. Begrüßt wurden die Gäste von Staatsrat Andreas Rieckhof (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation - BWVI), Geschäftsführer Ulrich Künkel (ekom21) und Geschäftsführer Dr. Jörg Oltrogge (Landesbetrieb Verkehr - LBV). 

Die beiden Geschäftsführer bestritten dann auch den ersten Programmpunkt, der gleich ein besonders spannendes Thema behandelte. Unter dem Titel „i-Kfz Stufe 2 – Ausblick auf Stufe 3, technische Möglichkeiten zum leichten Handling“ zeigten Künkel und Oltrogge den Werdegang des i-Kfz-Projektes auf und warfen gleichzeitig einen Blick in die Zukunft. Die technologische Entwicklung und deren Möglichkeiten nahmen in dem – mit großem Interesse verfolgten – Vortrag einen breiten Raum ein. 

Um i-Kfz ging es auch in dem folgenden Referat, das Philipp Kroschke (Geschäftsführer der Kroschke GmbH, Ahrensburg) und Dr. Mirko Dobberstein – (Geschäftsführer der DAD - Deutscher Autodienst GmbH, Ahrensburg) hielten. Der Vortrag „i-Kfz, Integration anerkannter Dienstleister, Vorteile der Integration von Dritten“ fand breiten Anklang beim Publikum. 

Ebenfalls i-Kfz, aber vielmehr die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, beleuchtete Achim Fürst von der KommWis GmbH, Mainz. In seinem Vortrag „Chancen des neuen Bürger-Service-Kontos im Rahmen von i-Kfz“ zeigte Fürst nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch Maßnahmen für mehr Bürgerservice auf. 

Ein Problem, das seit Jahren immer drängender wird und das nicht nur Großstädte beschäftigt, behandelte der Vortrag von Nico Schlegel (Geschäftsführer der EasyPark GmbH, Hannover). „Parken in einer digitalen Stadt am Beispiel Kopenhagen“ sorgte bei den Gästen für allerlei „Aha-Erlebnisse“ und machte deutlich, dass die angespannte Park-Situation in Städten durchaus in den Griff zu bekommen ist. 

Mit großer Spannung wurde auch das nächste Referat verfolgt. Über „Mobilität in der Stadt: Hamburgs Zielrichtung bei der Zusammenarbeit mit Partnern“ sprach Martin Huber, Leiter des Amts für Verkehr und Straßenwesen bei der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Nach Berlin ist Hamburg mit rund 1,86 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands – die Frage der Mobilität ist also gleichbedeutend, wie die Frage der Lebensqualität. Huber zeigte, dass Hamburg in diesen Fragen gerüstet und für die Zukunft gut aufgestellt ist. 

Eine Schifffahrt durch den Hamburger Hafen, immerhin der zweitgrößte Europas, sorgte dafür, dass sich die Gäste von dem anstrengenden Tagungsprogramm etwas erholen konnten und beschloss gleichzeitig den ersten Veranstaltungstag. 

Dennoch wurde eifrig „gefachsimpelt“ und die Zeit zum intensiven Meinungsaustausch genutzt, während das Schiff an der historischen Speicherstadt, der Elbphilharmonie (von den Hamburger nur kurz „Elphi“ genannt und die beim letzten Hamburger Verkehrstag noch nicht fertiggestellt war) sowie anderen Sehenswürdigkeiten vorbeiglitt.


ekom21-Geschäftsführer Ulrich Künkel bei seiner Rede

Am zweiten Tag wurden die Teilnehmer von Staatsrat Bernd Krösser (Behörde für Inneres und Sport - BIS) und wiederum von den Geschäftsführern Ulrich Künkel (ekom21) und Dr. Jörg Oltrogge (LBV) begrüßt. 

„Autonomes Fahren und autonomes Parken in einer digitalen Stadt“ stand als erstes auf dem Programm. Prof. Dr. Frank Köster, Leiter des Bereichs Automotive-Systeme (Institut für Verkehrssystemtechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR, Braunschweig) fesselte die Gäste mit seinen Ausführungen über eine nicht allzu ferne Zukunft. 

Dass der öffentliche Personennahverkehr nicht zu kurz kommt, dafür sorgte Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG (HHA). In Anbetracht von mehr als 430 Millionen Fährgästen jährlich wurde sein Referat „Digitalisierung, autonomes Fahren, smartes Leben... Wohin geht die Reise im ÖPNV?“ voll Spannung erwartet. 

Auch der nächste Vortrag versprach viel – und hielt noch mehr. Über „Verkehrssicherheit in Zeiten wachsender Städte, Möglichkeiten der Sensortechnologien“ sprach Dr. Prof. Dr. Horst Wieker (Professor für Kommunikationstechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Saarbrücken). Wieker machte deutlich, wie durch Sensortechnologie unser aller Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden kann. 

Prof. Dr. Rasmus Rettig (Professor für die Grundlagen der Elektrotechnik und Sensorik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg) sowie Andrea Litschel (Abteilungsleiterin der SAGA Unternehmensgruppe, Hamburg) beschäftigten sich bei ihrem gemeinsamen Vortrag mit der „Analyse der Elektromobilität in Hamburg und der Metropolregion, BMVI Studie“. 

Um Hamburg ging es auch im darauffolgenden Programmpunkt. Oliver Bahns (Senior Vice President Connected Car, T-Systems, Frankfurt am Main) äußerste sich zu dem überaus spannenden Thema „Digitales Parken und Mobilität in der Stadt am Beispiel Hamburg“. 

Über „Das Gesicht der Digitalisierung für die Beschäftigten – Herausforderung und Chance“ referierte Dr. Consuela Utsch (Geschäftsführerin der Acuroc GmbH, Idstein). Die Spezialistin für Digitale Transformation, IT-Governance und Human Resource Management beleuchtete Projekte mal aus einem anderem Blickwinkel und plädierte dafür, Mitarbeiter im Rahmen des Veränderungsmanagements stets „mitzunehmen“. 

So stand auch die große Abschlussdiskussion mit allen Beteiligten unter dem Motto „Change-Management, Mobilität und Verkehrssicherheit“. Viele interessante Ansätze und Fragen wurden in dieser großen Runde behandelt und auch die fortgeschrittene Uhrzeit machte dem Erfahrungsaustausch kein Ende. 

Zum Schluss waren sich alle einig: Der Hamburger Verkehrstag ist ein absolute „Muss“ im Terminkalender für Straßenverkehrsbehörden und so wird man sich auch im nächsten wiedersehen.