Nidderau erneuert technologische Infrastruktur

 

Die Stadt Nidderau wird in Zusammenarbeit mit der ekom21, dem größten kommunalen IT-Dienstleister in Hessen, ihre Computerausstattung grundlegend modernisieren. Aufgrund neuer Technologien sind von den derzeit genutzten 16 Servern (Rechnern) zukünftig nur noch drei notwendig. Auch Netzwerkkomponenten, also Geräte, die für die Kommunikation der einzelnen Computer untereinander sorgen, werden ausgetauscht und auf den neuesten Stand gebracht.

Vertragsunterzeichnung
Stehend v.l.n.r.: Rolf Wurm, Corinna Wagner, Günter Jung, Burkhard Schnorr, Roland Rothenberger
Sitzend v.l.n.r.: 1. Stadträtin Monika Sperzel, Bürgermeister Gerhard Schultheiß, Bertram Huke

Neben der Erneuerung von Hardware stehen umfangreiche Maßnahmen zur Virenbekämpfung und weitreichende Aktivitäten im Rahmen das Datenschutzes und der Datensicherheit an.

Globale Themen
Durch den Einsatz neuer und moderner Server kann die Stadt zukünftig nicht nur den Stromverbrauch senken, sondern trägt auch zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei.

Nidderau spart durch die neuen Rechner der ekom21 jedes Jahr 25.404 Kilowatt ein, was einem Kohlendioxid-Ausstoß von rund 15.649 Kilogramm entspricht. Mit dieser Einsparung könnte man jährlich sechs Autos (bei einer angenommenen Laufleistung von 12.000 km und einem Durchschnittsverbrauch von ca. 7 Litern auf 100 km) betreiben. Anders ausgedrückt: Um das schädliche – auch als Treibhausgas bezeichnete – Kohlendioxid dieser Differenz in lebenswichtigen Sauerstoff umzuwandeln, müssten 1.363 Fichten neu gepflanzt werden.

Dazu Erste Stadträtin Monika Sperzel: „Für uns war es wichtig, zwei Ziele erfüllt zu sehen: Erstens, die Reduzierung von Stromkosten und somit die Einsparung von Haushaltsmitteln. Und zweitens, der umweltfreundliche Umgang mit Energie als unseren regionalen Beitrag gegen die globale Erderwärmung“.

Ein wichtiger Aspekt, wie Bürgermeister Gerhard Schultheiß bestätigt: „Eine fortschrittliche Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich auch um globale Themen, wie Klima, Erderwärmung und Energieeinsparung kümmert. Wir setzten in den kommenden Wochen ein umfangreiches und ausgeklügeltes Konzept um, bei dem wir unsere technologische Infrastruktur auf vollkommen neue und umweltverträgliche Füße stellen. Dabei werden auch Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit an aktuellste Anforderungen angepasst“.

Dieses Vorhaben wird Nidderau mit dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 umsetzen, der nicht nur die Rechner liefert und installiert, sondern auch Programme der Stadt auf den so genannten ASP-Betrieb (Application Service Providing) umstellt – die Software wird dabei im sicheren Rechenzentrum der ekom21 betrieben, das erst in diesem Jahr neu gebaut und in Betrieb genommen wurde. Vorteil der ASP-Lösung ist die zentrale Datenhaltung, bei der auch Sicherheit eine große Rolle spielt. Während dezentrale Anwendungen ein gewisses Risiko bergen, zeichnet sich der zentrale Betrieb der ekom21 durch permanente Datensicherung sowie umfangreiche Datenschutzmaßnahmen aus.

Aufwendiger Datenschutz
Neben zahlreichen anderen Kommunalverwaltungen vertraut nun auch Nidderau den umfangreichen und aufwendigen Datensicherheitsmaßnahmen. Die ekom21 kann dabei vorweisen, dass sie eines von bundesweit lediglich zwei öffentlichen Rechenzentren ist, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sind. Das Gütesiegel nach ISO 27001 bedeutet zwar einen immensen Aufwand, der aber nicht ohne Grund betrieben wird, wie ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke weiß: „Die ekom21 ist der größte kommunale IT-Dienstleister in Hessen und betreut mehr als 30.000 Anwender aus rund 500 Städten, Gemeinden und Kreisen. Für unsere Kunden stellen wir mehr als 40 Fachverfahren zur Verfügung. Schon aus diesen Zahlen lässt sich ablesen, wie groß unsere Verantwortung gegenüber den Kommunen und ihren Bürgern ist“.

Dies umso mehr, wenn man sich vorstellt, dass Systemausfälle, unbefugte Zugriffe auf gespeicherte Daten oder die Zerstörung von Dateien katastrophale Folgen haben können. Die Funktionsfähigkeit der betroffenen Kommune kann beeinträchtigt werden, oder im Extremfall werden ganze Teilbereiche völlig lahm gelegt. Für den Servicebetrieb im Einwohnermeldeamt oder in der Kfz-Zulassungsstelle eine regelrechtes Desaster.

Aber auch hier ist die ekom21 gewappnet, wie Geschäftsführer Huke erklärt: „Unsere Sicherheitsvorkehrungen wehren jährlich an die 80.000 unberechtigte Zugriffsversuche ab. Aus den elektronischen Postfächern unserer Kunden filtern wir rund 8,5 Millionen SPAM-Mails, also unerwünschte Werbemails. Außerdem holen wir rund 2,4 Millionen Viren und trickbetrügerische Phishing-Mails aus den Postfächern unserer Kunden“.

Technologische Herausforderungen
„Das Konzept hat uns von Anfang an überzeugt. Von der Leistungsfähigkeit der Server, über das Zusammenspiel der Netzwerkkomponenten bis hin zur Beratung und Schulung – alles hat perfekt zusammengepasst. Dass wir, quasi nebenbei, noch etwas Gutes für die Umwelt tun, ist ein weiterer erfreulicher Aspekt“ erklärt Corinna Wagner, Fachbereichsleiterin Innere Verwaltung.

Für die Stadt Nidderau waren die umfassenden Leistungen und Kompetenzen der ekom21 ausschlaggebend. „Für uns ist es wichtig, dass die kommunalen Daten – also die Daten unserer Bürgerinnen und Bürger – nicht nur geschützt sind, sondern auch auf Dauer sicher verwahrt werden. Darüber hinaus müssen wir uns den technologischen Herausforderungen unserer Zeit stellen, also leider auch den rechtswidrigen Bemühungen auf diesem Gebiet. Auch die zunehmende Bedrohung durch Computerkriminalität erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Für all das brauchen wir einen Dienstleister, der sich mit so was auskennt“, so Bürgermeister Schultheiß.

Bertram Huke von der ekom21 bestätigt: „Unsere Kunden wissen, dass ihre Daten bei uns sicher sind. Wir investieren in die Verlässlichkeit und Sicherheit unseres Unternehmens, um so natürlich auch Wettbewerbsvorteile zu erhalten. Auf der anderen Seite ist es für öffentliche Auftraggeber mittlerweile ein politisches Muss, einen sicheren IT-Dienstleister an der Seite zu haben. Die ekom21 ist zum Beispiel bereits seit über 40 Jahren Partner der hessischen Verwaltungen – und genauso lange Experte für Datenschutz und Datensicherheit“.