Mit Rückführung sehr zufrieden
Ein Anwenderbericht der Stadt Griesheim

 

Die Stadt Griesheim stellte seither die kommunale Wasserversorgung durch die Stadtwerke sicher, die in Form eines Eigenbetriebes organisiert waren. Die vorzeitige Einführung der Doppik zum 1. Januar 2008 unter Berücksichtigung der künftig zu erstellenden Konzernbilanz sowie die stetig steigenden Prüfungskosten ließen Überlegungen reifen, die Stadtwerke mit Wirkung vom 1. Januar 2010 als Regiebetrieb in das Vermögen der Stadt Griesheim zurückzuführen. Der Eigenbetrieb mit seinen 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt lediglich die Aufgabe der Wasserverteilung über das eigene Netz an die Endverbraucher wahr und verfügt über keine eigenen Brunnen oder sonstigen Fördereinrichtungen.

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Mit der Rückführung sehr zufrieden: Walter Lang und Andreas Schemel
(beide ekom21), 1. Stadträtin Bärbel Eickhoff, Susanne Treusch (ekom21),
Gerold Lindner (Stadt Griesheim) und Peter Kohaupt (ekom21)

Die ersten Überlegungen zur Rückgliederung wurden im Jahr 2008 getroffen. In Gesprächen mit dem Revisionsamt und der Kommunalaufsicht des Landkreises Darmstadt-Dieburg, mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Stadtwerke sowie mit Vertretern der ekom21 wurde neben der Klärung rechtlicher Aspekte ein Zeit- und Projektplan erstellt.
Da einer solchen Rückgliederung in vieler Hinsicht ein Modellcharakter zukam, war das Interesse der beteiligten Institutionen entsprechend groß.
Die ekom21 nahm bei diesem Projekt eine nicht unerhebliche Rolle ein, da die vorgesehene Rückgliederung der Stadtwerke auch Auswirkungen auf das Finanzprogramm „newsystem® kommunal“ (nsk) hatte. Die Stadt Griesheim bucht seit der Umstellung des Finanzprogramms von KOMFIN auf nsk im Jahr 2006 auf zwei Mandanten. Auf dem Mandanten der Stadt wurden die Buchungen für Steuern und übrige Gebühren getätigt, während die Wassergebühren der Stadtwerke und die städtischen Abwassergebühren auf dem entsprechenden Mandanten der Stadtwerke gebucht wurden.
Die Rückgliederung des Eigenbetriebes machte somit aus technischer Sicht die Rückführung des Mandanten „Stadtwerke“ in den Mandanten „Stadt“ erforderlich. Die Koordination dieser Herausforderung übernahmen auf Seiten der ekom21 federführend Herr Andreas Schemel zusammen mit dem Projektleiter, Herrn Peter Kohaupt und dessen Stellvertreterin, Frau Susanne Treusch. Die vorbereitenden Migrationsarbeiten wurden in der Zeit von Juni bis Dezember 2009 erledigt.
Zu den wesentlichen Aufgaben der Migration gehörten die Vergabe neuer Objektnummern zur eindeutigen Kennzeichnung, die Migration der Bank- und Empfängerdaten sowie Datenübernahmen im Bereich Steuern und Abgaben. Nachdem die ekom21 im Dezember 2009 grünes Licht für die Datenmigration gab, wurde Mitte Januar 2010 zunächst die turnusgemäße Durchführung der Wasser- und Abwassergebührenabrechnung für das Jahr 2009 in Angriff genommen. Dies geschah auf dem seitherigen Mandanten „Stadtwerke“.
Unmittelbar hieran anschließend erfolgte die vorbereitete Datenmigration des Mandanten „Stadtwerke“ in den Mandanten der Stadt. Innerhalb von rund zwei Arbeitstagen war es der ekom21 gelungen, die Migration durchzuführen. Zwar blieben kleinere Schwierigkeiten und Umstellungsprobleme bei der Übernahme der Kassenreste sowie bei der Darstellung der umsatzsteuerpflichtigen Erträge und Aufwendungen nicht aus, jedoch konnten diese kurzfristig gelöst werden.
Alle Beteiligten waren mit der gesamten Rückführung daher sehr zufrieden. Die noch fehlende Migration der Daten aus der Lagerbuchhaltung wird im Laufe des 1. Halbjahres 2010 vorgenommen.