Gemeinsames eGovernment

 

In Zeiten knapper Haushaltsmittel müssen Kommunalverwaltungen ihre Abläufe effektiv, aber dennoch bürgerfreundlich gestalten. Viele Kommunen in Deutschland stehen unter einem enormen Kostendruck – und somit manche Dienstleistung auf dem Prüfstand. Auch der gesellschaftliche, technologische und demografische Wandel sowie sich stetig ändernde rechtliche Rahmenbedingungen fordern von Städten, Gemeinden und Kreisen eine gesteigerte Innovations- und Modernisierungsbereitschaft.

Diesen stetig wachsenden Anforderungen werden die Städte Frankfurt am Main, Kassel und die ekom21, der größte kommunale IT-Dienstleister in Hessen, nun vereint begegnen. Hierzu wurde am 01. Dezember 2009 eine „Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Realisierung von eGovernment-Projekten“ unterzeichnet.
Vertragsunterzeichnung

Unser Bild zeigt bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.): Amtsleiter Dr. Joachim Benedix (Stadt Kassel, Personal- und Organisationsamt), Ulrich Künkel und Bertram Huke (Geschäftsführer ekom21) sowie Stadtrat Markus Frank (Stadt Frankfurt am Main, Dezernat Wirtschaft, Personal und Sport).

Die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer definiert eGovernment übrigens als „.. die Abwicklung geschäftlicher Prozesse beim Regieren und Verwalten unter Verwendung von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien“.
Frankfurt am Main, Kassel und ekom21 verfügen bereits über Erfahrungen bei der Umsetzung von elektronischen Verwaltungsprozessen. Die Kooperationsvereinbarung geht aber noch einen Schritt weiter, denn die heutige Informations- und Kommunikationstechnik macht es möglich, Verwaltungsabläufe und -geschäftsvorfälle in der Beziehung zu den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft nahezu vollständig elektronisch zu unterstützen.
So sehen die Städte Frankfurt am Main und Kassel im Aufbau eines bürger- und wirtschaftsnahen eGovernments ein zentrales Handlungsfeld zur Verwaltungsmodernisierung, das sie weiter voranbringen wollen.
Die ekom21 versorgt als Kompetenz- und Beratungszentrum die hessischen Städte, Landkreise und Gemeinden sowie deren Einrichtungen und Behörden mit modernen IT-Leistungen und damit im Zusammenhang stehender Beratung. Sie verfolgt eine klare eGovernment-Strategie und positioniert diese, verbunden mit einem umfangreichen Produkt- und Dienstleistungsportfolio, auf der Basis einer modularen, aufeinander abgestimmten und anpassbaren Basisarchitektur. Damit ist die ekom21 ein wichtiger Partner zur IT-Umsetzung der eGovernment-Strategien der Städte in Hessen.
Unabhängig von der Kooperationsvereinbarung arbeiten die drei Vertragspartner schon an Projekten. So zum Beispiel an der Umsetzung der bundeseinheitlichen Behördenrufnummer D115. Frankfurt am Main hat hierfür ein eigenes Service Center errichtet, das in einer Rekordzeit von nur sechs Monaten komplett aufgebaut wurde. In Sachen Wissenstransfer und Service-Software arbeitet die Mainmetropole sehr eng mit Kassel und der ekom21 zusammen.

Von der Fachzeitschrift „Call Center Profi“ wurde das Frankfurter Service Center erst kürzlich als „Best Practice Call Center“ ausgezeichnet.


v.l.n.r.: Michael Schönhofen (Stadt Frankfurt am Main, Leiter
 Onlinebüro), Gerhard Landmann (Stadt Frankfurt am Main, Leiter
Amt für IKT), Bertram Huke (Geschäftsführer ekom21), Stadtrat
Markus Frank (Stadt Frankfurt am Main, Dezernat Wirtschaft,
Personal und Sport), Amtsleiter Dr. Joachim Benedix (Stadt Kassel,
Personal- und Organisationsamt), Ulrich Künkel (Geschäftsführer
ekom21), Christian Ley (Stadt Frankfurt am Main, Abteilungsleiter
Personal- und Organisationsamt), Wolfgang Hopp (Stadt Frankfurt
am Main, Leiter Personal- und Organisationsamt)