​Noch mehr Bürgerservice in Mörfelden-Walldorf

 

In einer Pressekonferenz stellte die Stadt Mörfelden-Walldorf am 31. März 2017 zwei neue Online-Prozesse vor, die ab sofort noch mehr Bürgerservice -rund um die Uhr- ermöglichen.

Bürgermeister Heinz-Peter Becker zeigt sich erfreut darüber, dass ab sofort im Bürgerportal auf der städtischen Homepage diese zusätzlichen Themenbereiche online zur Verfügung stehen: „Es handelt sich um sehr komplexe und verknüpfte Prozesse“, so der Bürgermeister bei der Vorstellung.


Thomas Krüger, Andrea Gernandt, Erster Stadtrat Burkhard Ziegler (alle Mörfelden-Walldorf), Gabi Göpfert (ekom21), Katharina Diergarten, Stephanie Schultheis, Tom Böhm, Bürgermeister Heinz-Peter Becker (alle Mörfelden-Walldorf), Sven Herbert (ekom21) sowie Stadtrat Steffen Seinsche (v.l.n.r.)
In Sachen „eGovernment“, also der Digitalisierung von Prozessen und Bereitstellung von Verwaltungsdienstleistungen über das Internet, beschreitet die Stadt Mörfelden-Walldorf einen vorbildlichen Weg, stellt Sven Herbert, verantwortlicher Projektleiter der ekom21 fest.
Neben dem „Mängelmelder“, mit dem Bürger seit 2012 Schäden oder sonstige Anregungen und Ereignisse im Stadtgebiet online melden können, hat Mörfelden-Walldorf im Dezember des letzten Jahres die „owi21-Online-Anhörung“ eingeführt. Hierbei handelt es sich um einen elektronischen Bürgerservice, mit dem Bußgelder auch online bezahlt werden können – bequem von Zuhause aus oder von unterwegs und rund um die Uhr. Dieser Bürgerservice der Online-Anhörung wurde seit dem Jahresende 2016 rund 220 Mal genutzt, teilt Stadtrat Steffen Seinsche mit Stolz mit. 
Mit den zwei neuen eGovernment-Lösungen setzt die Doppelstadt wiederum ein deutliches Zeichen für mehr Bürgerservice und Effizienzsteigerung in der Verwaltung. Entwickelt wurden die beiden Prozesse von der ekom21, dem größten kommunalen IT-Dienstleister in Hessen, nach den entsprechenden Vorgaben der Fachämter der Stadt Mörfelden-Walldorf. 
Über das Bürgerportal auf der Startseite der städtischen Homepage kann nun der Prozess für Restmüll- und Wertstoffbehälter auch elektronisch durchgeführt werden. Dazu gehört die
An-, Ab- oder Ummeldung der entsprechenden Abfalltonnen sowie der Antrag auf Befreiung von der Biotonne. 
Ein deutlicher Effizienzgewinn für Bürger und Verwaltung, denn viele Arbeiten erfolgen jetzt automatisiert, so wie die Weitergabe der Antragsdaten an die Entsorgungsunternehmen. Bei einer An- oder Ummeldung erhält der Bürger eine ebenfalls automatisierte Benachrichtigung über den Liefertermin seiner Abfalltonnen. Das System übernimmt außerdem die Berechnung der beantragten Behälter und die Datenübermittlung an das städtische Finanzwesen, teilt die Amtsleiterin des Umweltamtes, Katharina Diergarten mit, welche mit ihrer Mitarbeiterin Stephanie Schultheis die entsprechenden Vorgaben zur Umsetzung dieses Online-Services an die ekom21 gegeben hatte. 
Es ist künftig unerheblich auf welchem Weg der Antrag des Bürgers übermittelt wird: Persönliche Vorsprache, telefonisch, postalisch oder über das städtische Antragsportal – der Vorgang wird automatisiert oder durch die städtischen Sachbearbeiter in einem System erfasst und danach über einen strukturierten Workflow abgearbeitet. 
Eine vollständige und revisionssichere Aktenführung mit umfangreichen Recherchefunktionen sowie jederzeitige elektronische Kommunikationsmöglichkeiten aus den Akten heraus (zum Beispiel bei fehlenden Unterlagen) runden die Leistungen des Systems ab. 
Ein weiterer Prozess ist die An- oder Abmeldung von Hunden. Auch hier kann zukünftig die Antragsstellung – vollkommen zeit- und ortsunabhängig – über das Internetportal der Doppelstadt erfolgen. Neben der Anmeldung und Abmeldung eines Hundes ist auch die Beantragung zur Haltung eines gefährlichen Hundes (so genannter Kampfhund) möglich. 
Das System der ekom21 hat dabei eine Kampfhundeverwaltung mit Wiedervorlagenfunktion bei Ablauf von erteilten Erlaubnissen integriert. Diese Funktion erinnert automatisch an das erneute Einreichen von notwendigen Nachweisen, sobald die Frist überschritten wird.  
Auch hier erfolgt eine automatisierte Datenübermittlung an das städtische Finanzwesen. Erarbeitet wurde diese digitale Dienstleistung durch das Amt für Finanzen in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt. In vielen Abstimmungen und Tests haben Ingetraud Germann (Amtsleiterin des Amtes für Finanzen) und Manuela Gerbig diesen Verwaltungsservice zur finalen Fertigstellung begleitet.  
Hauptamtsleiter Thomas Krüger erklärt, dass zunächst diejenigen Verwaltungsprozesse für Internetnutzer elektronisch zur Verfügung gestellt werden, bei denen keine Hürden für eine Authentifizierung vorhanden sind. Er führt aus, dass für die nun digital nutzbaren Verwaltungsvorgänge keine digitale Signatur bzw. die Nutzung der eID-Funktion des Personalausweises erforderlich sind. 
Thomas Krüger kündigt an, dass sukzessive weitere Online-Prozesse erarbeitet und zur Verbesserung des Bürgerservices für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt werden sollen. „Wir wollen keine Online-Formulare auf unsere Homepage stellen, sondern medienbruchfrei bis in das entsprechende Fachverfahren arbeiten“, erklärt der Hauptamtsleiter. 
Erster Stadtrat Burkhard Ziegler ist sehr froh, dass die Stadt Mörfelden-Walldorf mit diesem Angebot weiterhin den Weg in Richtung einer digitalen Stadt beschreitet. 
Die Online-Prozesse sind ab sofort im Bürgerportal auf der Stadtseite www.moerfelden-walldorf.de aufrufbar.