Ausgezeichnete Teilnehmerzahlen beim 7. Hessischen Datenschutztag 

 

Der 7. Hessische kommunale Datenschutztag am 3. November 2015 in Butzbach schließt sich nahtlos an seine erfolgreichen Vorgängerveranstaltungen an. Rund 150 Datenschützer hessischer Kommunen, Behörden und sonstiger Einrichtungen konnten sich über ein kurzweiliges und sehr aktuelles Programm freuen. 

Nach Begrüßung durch ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke wurde der Auftaktvortrag von Prof. Dr. Michael Ronellenfitsch gehalten, dem Datenschutzbeauftragten des Landes Hessen (HDSB). Hierbei berücksichtigte Ronellenfitsch sowohl die seit einigen Jahren laufenden Arbeiten an der Europäischen Datenschutzverordnung als auch aktuelle Themen, wie die Ungültigkeit des Safe-Harbor-Abkommens durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom Oktober dieses Jahres. 

Der zweite Vortrag kam dann aus den Reihen der ekom21. Justiziarin Magda Wicker widmete sich den datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen des Microsoft®-Produkts Office 365.  
Vor der Mittagspause zeigte Maxi Nebel vom Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) an der Universität Kassel anhand einer Fallstudie die Möglichkeiten auf, die bestehen wenn „Ersetzendes Scannen“ in der Verwaltung zum Einsatz kommt.
Nach der Mittagspause nahm die von Ulrike Müller und Rüdiger Wehrmann (beide Referatsleiter beim HDSB) geführte Podiumsdiskussion verschiedene datenschutzrechtlich relevante Themen auf. Los ging es mit einer Betrachtung des Bundesmeldegesetzes, das erst seit wenigen Tagen in Deutschland gilt und Landesrecht in Bundesrecht überführte. Den Vortrag stellen wir HIER zum Download bereit. Weitere Themen, die auch die Teilnehmer zu einer angeregten Diskussion bewegten, waren der e-Postbrief, der Livestream von Stadtverordnetensitzungen sowie Microsoft® Office 365. 
Den Abschluss der Veranstaltung machte Peter Leppelt von der Firma „praemandantum“. In seinem launigen Vortrag berichtete er über die Datensammelwut moderner Fernsehgeräte und anderer technischen Geräte. Danach referierte er anschaulich über die Voraussetzungen zum Einsatz des neuen Betriebssystems Windows 10 in der kommunalen Verwaltung. 
Moderiert wurde die Veranstaltung von Diplom-Informatiker Axel Saffran, der als Dozent für Datenschutz und Datensicherheit sowie Autor vieler Fachbücher eine Kapazität auf dem Gebiet darstellt. 
Fazit des Tages: Die Teilnehmer konnten mithilfe der Veranstaltung ihren Fortbildungsverpflichtungen nicht nur pro forma nachkommen, sondern sie erhielten auch wertvolles Rüstzeug für ihre tägliche Arbeit. Am Ende des Tages waren sich jedenfalls alle einig, dass man sich schon auf den 8. Hessischen kommunalen Datenschutztag im kommenden Jahr freut.