Digitalisierung

Hessens Verwaltung wird digital

Zu den Zielen der neuen E-Government-Strategie gehören unter anderem die Schaffung eines einheitlichen Servicekontos, der Ausbau von E-Administration sowie die Schaffung von einheitlichen Standards für Server und Arbeitsplatzrechner. Zudem will das Bundesland Grundlagen für eine Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen über das Internet erarbeiten und so Maßstäbe in Sachen Verwaltungsmodernisierung setzen. 

„Der Dreiklang unserer E-Government-Strategie, der Strategie für digitales Verwaltungshandeln, lautet: E-Services – Dienste für Bürger und Wirtschaft, E-Administration  – Optimierung der Verwaltung nach innen und Open Government – Öffnung der Verwaltung nach außen“, erklärten die beiden Minister: „So machen wir unsere Verwaltung weiter schlank und fit für die Zukunft“.

1_3_G_Struktur_Hessen_2020.gif


E-Services – Dienste für Bürger und Wirtschaft

Zentraler Bestandteil der neuen E-Government-Strategie Hessens ist laut Beuth die Weiterentwicklung bereits bestehender E-Services sowie die Etablierung neuer Dienstleistungen. Insbesondere von einem einheitlichen Servicekonto, einem personalisiertem elektronischem Zugang zur Verwaltung, verspricht sich Beuth viel: „Jeder Bürger soll dann rund um die Uhr sicheren Zugriff auf Leistungen der Verwaltung und seine persönlichen Verwaltungsvorgänge haben.“

E-Administration – Optimierung der Verwaltung nach Innen

Mit Blick ins Verwaltungsinnere wird unter dem Begriff E-Administration eine ganze Reihe von Projekten gesteuert, etwa die Optimierung der Personalverwaltung und des Rechnungswesens (unter anderem mit einer elektronischen Reisekostenabrechnung). „Damit treiben wir die Staatsmodernisierung voran und sparen obendrein Zeit und Geld“, so die beiden Minister. Einheitliche Standards für Server und Arbeitsrechner sollen künftig alle Vorhaben technisch unterstützen.

Als weiteren Schwerpunkt nennt die „Digitale Verwaltung Hessen 2020“ Zusammenarbeit und Kooperation, denn Kooperationsmodelle sorgen für Synergieeffekte und Bürokratieabbau. Dies betrifft auch die Zusammenarbeit der Kommunen untereinander: „In der Regel sind die Kommunen zentrale Anlaufstellen für Bürgerdienste. Seitens der Landesverwaltung stehen daher Projekte im Vordergrund, die die interkommunale Zusammenarbeit fördern oder übergreifende Aktivitäten regeln“, erklärt Schäfer.

Auch im Bereich des Breitbandausbaus oder im Rahmen von Einkaufsgenossenschaften zwischen Land und Kommunen würden künftig neue Kooperationsfelder erschlossen und bewährte Kooperationen fortgeführt.   Ein Beispiel ist die jüngst gegründete IT-Kooperationsplattform für öffentliche Auftraggeber, kurz KOPIT eG.

Open Government – Öffnung der Verwaltung nach außen

Den dritten Baustein bildet Open Government, die elektronische Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungsprozessen sowie die Bereitstellung von Daten. „Mittelfristig soll hier eine hessische Strategie zur Umsetzung erarbeitet werden“, erklärten Schäfer und Beuth.

Hessens Innenminister betonte außerdem, dass neue digitale Angebote nur dann angenommen und genutzt würden, wenn Unternehmen und Bürger ihre Daten bei der Landesverwaltung in guten Händen wüssten. Ein besonderes Anliegen der Hessischen Landesregierung sind darum Datenschutz und Informationssicherheit. Dazu werde man beim Thema IT-Sicherheit künftig mit Kommunen und Unternehmen in Hessen verstärkt kooperieren, etwa bei der Weitergabe von sicherheitsrelevanten Informationen. Das notwendige rechtliche Fundament soll das Gesetz zur Förderung und zum Schutz der elektronischen Verwaltung in Hessen schaffen. 

Weiterführende Links: 

KOPIT eG

https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/3-gruendungsmitglieder-1-neue-it-genossenschaft-die-kopit-eg


Informationen und Neuigkeiten zu Hessens E-Government Aktivitäten finden Interessierte auf der Internetseite

www.egovernment.hessen.de